About Me

… die Geschichte ist rasch erzählt: Aufgewachsen in der sanften Ebene des oberösterreichischen Alpenvorlandes. Im zarten Alter von acht Jahren kommt die Anschaffung des neuen Kopierers in der Ordination meiner Eltern einem fundamentalen Lebenseinschnitt gleich, die wohl – ganz subjektiv - nur mit Gutenbergs Buchdruckpresse vergleichbar ist: Mitteilungsbedürfnis trifft auf Eitelkeit, wohl nicht zum letzten Mal im Leben. Meine erste Zeitung entsteht („Die kleine A-Z Zeitung“), Auflage rund 16 Stück. Mit dabei: Sammlerecke zum Rausschneiden als erste Leserblattbindungsaktion, ab drei Sammlerecken: eine Überraschung. Leider nicht über zwei Ausgaben hinaus gekommen. Wird in der Verwandtschaft und in der Klasse am Wandertag verkauft, noch ohne Inserate.
Doch der drucktechnische Fortschritt ist nicht aufzuhalten: Die Anschaffung des ersten Druckers in Verbindung mit einem Commodore 64 rund fünf Jahre später führt zur ersten elektronisch layoutierten Zeitung (Auflage rund 30). Wird auch an Lehrer verkauft, kommt vom Lateinlehrer mit in roter Tinte korrigiert zurück. Keine zweite Ausgabe.
In den Jahren danach: Mitarbeit im Video-Team des Gymnasiums zur Produktion eines Schülermagazins via TV, das wöchentlich in der großen Pause ausgestrahlt wird, Teilnahme an diversen Filmfestivals mit Eigenproduktionen (u. a. Doku: „Der Weg der Schulmilchflasche“). Weder Auslands-Oscar noch das Österreichische Schülerfilmfestival wissen mein Talent zu würdigen: Letzteres verweigert die öffentliche Aufführung unter Verweis auf einen Werbespot einer Textilkette mitten in der für Schülerinnen und Schüler produzierten Nachrichtensendung - eine aus Sicht der Juroren unzulässige Werbeunterbrechung…
“Radioerweckungserlebnis“ beim Hausaufgabenmachen am Nachmittag mit dem bei uns zu Hause empfangbaren Bayern 3 mit Thomas Gottschalk (um 14 Uhr) und einem gewissen Günther Jauch (um 16 Uhr). Ab Mitte der 80er Jahr unmittelbar mitzuerleben, sprich zu empfangen: Die Einführung von Privatradio in Bayern. Selbstbewusster Entschluss im Alter von 14 Jahren, eines Tages meinen eigenen Radiosender zu betreiben.
In der Oberstufe des Bundesgymnasiums Ried im Innkreis Mitgründung und Mitarbeit beim ersten in ganz Ried erhältlichen Schülermagazin, Auflage 1.200 Stück, Name: „Headline“. Ausschließlich durch Werbung finanziert. Ferialjob zweimal je 1 Monat bei der Post als Briefträger, sogenannte Urlaubsersatzkraft. Wichtige demographische Erkenntnisse über Lesergewohnheiten in der eigenen 1.500 Seelengemeinde im Innviertel. Engagement in der Schülervertretung. Landesschulsprecher für Oberösterreich.
Aus den maßlos selbstüberschätzend geplanten Studien faust’scher Dimensionen (”Hab nun ach…”) in der Bundeshauptstadt rasche Erkenntnis: Besser doch klarer Fokus auf ein einziges Studium, nämlich Rechtswissenschaften, zusätzliches Auslandssemester in Oslo, Abschluss 2001. In dieser Zeit Gründung von Radio Energy Wien gemeinsam mit zahlreichen Partnern, beteiligt bis 2007. 2005 gescheiterter Versuch, die Republik Österreich beim Menschenrechtsgerichtshof zu verklagen. Mein Argument: Das Recht auf Meinungsfreiheit in Artikel 10 der Menschenrechtskonvention ist für den Staat auch Pflicht, wirksame Maßnahmen gegen Medienkonzentration zu setzen. Bei den gesetzlichen Beschränkungen für Radiostationen wurde genau das Unterlassen, Printmedienkonzerne können sich auch bei Marktdominanz unbeschränkt an Radiostationen beteiligen. Nach einigen vergeblichen Anläufen um eine eigene UKW-Lizenz ebenso 2005 Start von LoungeFM via UMTS und im Web, 2008 Start über UKW in Oberösterreich und national über DVB-H. Das überfällige Motto: Listen & Relax… Heute Ausbau zu einem bundesweiten Netzwerk mit Empfangbarkeit auch in Klagenfurt und immer wieder mal Wien. Launch im August 2011 als bundesweites Digitalradio für Deutcshland über DAB+.